Projekt „Energie-Effizienz-Region“ vorgestellt

(ws) Absichtserklärungen zur zwingenden Einsparung von Energie und damit zu ihrer effektiven und umweltgerechten Nutzung füllen in Deutschland Bände. Entsprechendes gibt es für Strausberg. Erinnert sei an das Energiekonzept 1993, den Nachhaltigkeitsbericht 2007 oder die Lokale Agenda 21. Beim letzten Stadtwerkeseminar 2008 sind nach fachkundiger Begründung zu aktuellen Prämissen im Weiteren praktische Schritte angekündigt worden. Anlässlich einer Pressekonferenz in den Stadtwerken wurde nun am vergangenen 28. April 2009 durch Strausbergs Bürgermeister Hans Peter Thierfeld, den Geschäftsführer der Stadtwerke Strausberg GmbH Andreas Gagel und den Leiter der EWE-Geschäftsregion Brandenburg/Rügen Dr. Ulrich Müller das Projekt „Energie-Effizienz-Region“ vorgestellt.

In geplanter Zusammenarbeit setzen sich genannte Partner hohe Ziele zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Jährlich soll der in Strausberg bis 2020 um ein Prozent gesenkt werden. Die Stadt und die örtlichen Versorger haben gemeinsam die Aufstellung einer neuartigen regionalen Energie- und CO2-Bilanz für Strausberg beschlossen. Um hier den Nachhaltigkeitsprozess zu unterstützen, verständigten sich die Partner zugunsten des Klimaschutzes. Das Projekt sieht die Steigerung der Energieeffizienz, die Senkung der Treibhausgasemissionen und die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region vor. Mit ihm soll, wie es in einer Erklärung heißt, die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein Thema gelenkt werden, dass gerade die lokalen Verantwortlichen in besonderer Weise fordert. Gemäß dem Motto: „global denken – regional handeln“ würden in Arbeitsforen und breit angelegten Energie-Effizienz-Konferenzen die Weichen für eine klimapolitische Wende gestellt.

Der Weltumwelttag am 05. Juni 2009 biete damit für die erste Energie-Effizienz-Konferenz in Strausberg den richtigen Rahmen. Die Zweite könnte, verbunden mit einer Messe, 2010 stattfinden. Organisiert und gesteuert werde das Projekt durch die Lenkungsgruppe, in der sich neben den Projektinitiatoren weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Institutionen engagieren, so Hartmut Ehrlich (Geschäftsführer Strausberger Wohnungsbaugesellschaft mbH), Uwe Schumacher (Vorstandsmitglied Sparkasse Märkisch-Oderland), Axel Hecht (Kommandeur Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation), Andreas Jonas (STIC GmbH) und Gernot Schmidt (Landrat Landkreis Märkisch-Oderland). Für die Arbeitsebene gebe es das Kernteam mit Stefanie Pflügner und Uwe Fügener seitens der Stadtwerke und Claus Wunderlich von Seiten der Stadtverwaltung.

Hans Peter Thierfeld verwies darauf, das die Förderung von Initiativen für einen wirksamen Klima- und Umweltschutz ein zentrales Anliegen der Stadt Strausberg sei. Die Erstellung einer aktuellen Energie- und CO2-Bilanz für die Kommune, die sich durch intensives Engagement für eine ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung profiliere, wäre aus seiner Sicht ein bedeutendes Projekt. Mit der Unterstützung wolle man einen Beitrag zur Vorreiterrolle Strausbergs leisten. Wichtig sei, über den Dialog die Bürger Strausbergs in das Projekt einzubinden. Die EWE, so Dr. Müller, unterstütze die „ganz tolle“ Initiative mit aller Leidenschaft. Bei den Bürgern sei beispielhaftes Vorgehen gefragt. Es wäre ja „deutlich schick“ über die Thematik Energieeffizienz zu sprechen. Die Frage sei doch aber, über den akademischen Horizont hinaus das Ganze in die Praxis umzusetzen. Dieses Wirken halte er der Initiative zugute.

Text und Foto: Wolfgang Suchardt

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